Buddhismus

Das Wort Buddha ist abgeleitet von dem Wort "Budh" (Sanskrit) und bedeutet soviel wie "Erwachen".
Genauer gesagt, das "geistige Erwachen". Dies ist charakterisiert durch die 4 geistigen Zustände:

1. Vijja - der Einblick, oder das klare Verständnis von der Wahrheit (dem Sinn) des Lebens
2. Visuddhi - Reinheit des Geistes, der Rede und des Körpers
3. Santi - geistiger Frieden, was wahres Glück bedeutet
4. Karuna - Mitgefühl zu allen Lebewesen

Diese 4 geistigen Qualitäten sind das Herz des Buddhismus. Jeder Buddhist sollte dies in seinem Geist behalten.


Die Grundlage der Lehre des Buddha sind die vier edlen Wahrheiten die jeder Mensch zu erkennen hat:

1. Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll. Dies ist zu durchschauen.
2. Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung. Sie sind zu überwinden.
3. Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden. Dies ist zu verwirklichen.
4. Zum Erlöschen des Leidens führt ein Weg, der edle achtfache Pfad. Er ist zu gehen.

Buddhismus

Der "achtfache Pfad" sieht dabei folgendermaßen aus:

1. Rechte Ansicht
2. Rechter Entschluss
3. Rechte Rede
4. Rechtes Verhalten
5. Rechte Lebensführung
6. Rechte Anstrengung
7. Rechte Achtsamkeit
8. Rechte Meditation

Gegründet wurde der Buddhismus von einem indischen Adligen namens Siddharta Gautama 600 v. Chr. Er warnte seine Anhänger (und dies ist recht beachtlich) davor, mit blindem Glauben seiner Lehre zu folgen. Er verlangte von ihnen selbständiges Forschen und Denken.
Nach Thailand kam der Buddhismus ca. 300 v. Chr., zuerst im Gebiet von Nakhon Pathom. Der Buddhismus lehrt, dass ein Leben nicht mit der Geburt beginnt und mit dem Tod endet, sondern dass es ein Teil einer ganzen Kette von Leben oder Existenzen ist. Das wahre buddhistische Streben geht dahin, das Nirwana zu erreichen Ein unbeschreiblicher, unveränderlicher Zustand, die vollkommene Erleuchtung, das Ziel allen Strebens und somit das Ende der Kette. Buddha zu werden, bedeutet also ein Mensch zu sein, welcher sich losgelöst hat von allen irdischen Verblendungen und dem Zustand geistiger, wie auch menschlicher Vollkommenheit erreicht hat. Ein Buddha ist also "ein Erleuchteter".

Er hat die 4 edlen Wahrheiten erkannt und ist dem achtfachen Pfad gefolgt. Solange er noch auf Erden lebt, kann er auch Wunder vollbringen und er kennt seine früheren Existenzen ebenso, wie die der anderen Lebewesen.

Für den Buddhismus gibt es keine "Sünder", weil nichts an sich "Böse" ist. Es ist nur ein kleineres oder größeres Maß von Nichtwissen da, das jeweils der Bewusstseinsebene entspricht, die dem Individuum zugehört. Diese Bewusstseinsebene, wir können sie auch Entwicklungszustand nennen, ist wiederum ganz unzweifelhaft nichts anderes als das Ergebnis vorausgegangener Zustände, vorausgegangenen Denkens und Tuns, und wenn wir auf diesem Wege immer weiter rückwärts wandern, immer noch fernere, noch weiter zurückliegende Zustände ins Auge fassen, dann müssen wir schließlich und endlich zur Einsicht gelangen, dass ein erster Anfang nicht zu erkennen ist. Das Schicksal, oder die Möglichkeit der Erlösung von allen Leiden durch das Erreichen des Nirwanas, liegt also in den Händen jedes einzelnen. Sie zeichnet sich zudem durch Toleranz und Dialogbereitschaft, Dogmenfreiheit und Gewaltlosigkeit und erhebt keinen Anspruch auf allein gültige Wahrheiten.

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