Kindergeld

An dieser Stelle ein paar wichtige Informationen zum Kindergeld. Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne ansprechen!

Wer erhält Kindergeld?

In Deutschland wohnende Ausländer können Kindergeld erhalten, wenn sie eine gültige Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis zu bestimmten Zwecken besitzen (vor dem 1.1.2005 erteilte Aufenthaltsberechtigungen sowie unbefristete Aufenthaltserlaubnisse gelten weiter als Niederlassungserlaubnis), beschäftigt sind oder beispielsweise Arbeitslosengeld bzw. Krankengeld beziehen. Unanfechtbar anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte können ebenfalls Kindergeld erhalten. Saisonarbeitnehmer, Werkvertragsarbeitnehmer und Arbeitnehmer, die von ihrem im Ausland ansässigen Arbeitgeber zur vorübergehenden Dienstleistung nach Deutschland entsandt worden sind, haben keinen Anspruch auf Kindergeld.

Für welche Kinder kann man Kindergeld erhalten?

Kindergeld wird für alle Kinder unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit gezahlt, die in Deutschland einen Wohnsitz haben oder sich hier für gewöhnlich aufhalten.

Kinder ohne Ausbildungsplatz

Einem volljährigen Kind steht bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres Kindergeld zu, wenn es eine Berufsausbildung aufnehmen will, aber wegen fehlenden Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann. Die Berücksichtigung als ausbildungsplatzsuchendes Kind setzt voraus, dass trotz ernsthafter Bemühungen die Suche nach einem Ausbildungsplatz zum frühestmöglichen Zeitpunkt bisher erfolglos verlaufen ist. Bei eigenen Bemühungen des Kindes müssen diese durch Vorlage entsprechender Unterlagen (z.B. Absagen auf Bewerbungen) nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden. Der Ausbildungsplatzmangel ist auch hinreichend belegt, wenn das Kind bei der Berufsberatung einer Agentur für Arbeit oder bei einem anderen für Arbeitslosengeld II zuständigen Leistungsträger (Arbeitsgemeinschaft / Kommune) als Bewerber für einen Ausbildungsplatz oder für eine Bildungsmaßnahme geführt wird.

Wie hoch ist das Kindergeld?

Die Regierung hat eine Erhöhung des Kindergeldes zum 01.01.2010 beschlossen, wonach für das erste und zweite Kind ein staatliches Kindergeld mit jeweils 184,00 Euro, für das dritte Kind 190,00 Euro, sowie ab dem vierten Kind 215,00 Euro gezahlt werden.

Kann ein thailändisches Kind den Familiennamen seines deutschen Stiefvaters erhalten?

Hat eine Thailändische Frau bereits ein Kind aus einer früheren Beziehung, so stellt sich die Frage, ob eine Namensidentität zwischen der Mutter, dem thailändischen Kind und dem deutschen Stiefvater hergestellt werden kann. Hierzu sieht § 1618 BGB die Möglichkeit einer sogenannten Einbenennung des Kindes vor. Die bloße Einbenennung begründet im Gegensatz zu der Adoption keine elterlichen Pflichten und Rechte des deutschen Stiefvaters.
Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil zusteht, und sein Ehegatte, der nicht Elternteil des Kindes ist, können dem Kind, das sie in ihren gemeinsamen Haushalt aufgenommen haben, durch Erklärung gegenüber dem Standesbeamten ihren Ehenamen erteilen. Sie können diesen Namen auch dem von dem Kind zurzeit der Erklärung geführten Namen voranstellen oder anfügen; ein bereits zuvor nach Halbsatz 1 vorangestellter oder angefügter Ehename entfällt. Die Erteilung, Voranstellung oder Anfügung des Namens bedarf der Einwilligung des anderen Elternteils, wenn ihm die elterliche Sorge gemeinsam mit dem den Namen erteilenden Elternteils zusteht oder das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat, auch der Einwilligung des Kindes. Das Familiengericht kann die Einwilligung des anderen Elternteils ersetzen, wenn die Erteilung, Voranstellung oder Anfügung des Namens zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Die Erklärungen müssen öffentlich beglaubigt werden. § 1617c gilt entsprechend. Ein entsprechender Antrag auf Namenserteilung kann durch den sorgeberechtigten Elternteil und seinem deutschen Ehegatten beim Standesamt gestellt werden. Vorzulegen sind die Bescheinigung über das alleinige Sorgerecht der thailändischen Mutter mit Übersetzung, die Geburtsurkunde des Kindes mit Übersetzung sowie eine Bestätigung über den gemeinsamen Wohnsitz der Familie. Der Namenserhalt ist allerdings nur möglich, wenn das Kind den Namen der Mutter trägt und die Mutter das alleinige Sorgerecht hat. Anderenfalls muss der thailändische Vater zustimmen und die Einholung dieser Zustimmung aus Thailand dürfte oft sehr schwierig sein. Wenn die Einwilligung rechtsmissbräuchlich verweigert wird, kann das Gericht - aber nur in Ausnahmefällen - die Zustimmung des thailändischen Vaters ersetzen. Dabei ist insbesondere entscheidend, ob und welche Art von Beziehung das Kind zu dem anderen Elternteil in Thailand hat. Die Einbenennung muss für das Kindeswohl unabdingbar sein. Nach erfolgreicher Namensänderung erhalten die Eltern eine entsprechende Bestätigung des Standesamtes. Mit Vorlage dieser Bescheinigung kann die Namensänderung des Kindes bei allen Institutionen in Deutschland angezeigt werden. Eine Namensänderung nach thailändischem Recht ist allerdings nicht möglich. Die thailändischen Behörden verweisen die Betroffenen auf die nach thailändischem Recht einzig mögliche Adoption. Dies führt dazu, dass das Kind praktisch zwei Namen hat.

 

der Kinergeldantrag zum Download als PDF.Datei

vorherige Seite: Mentalität
nächste Seite: Unterhaltsvorschuss